Trauersprüche Erwachsene in Angst versetzen bzw. Leid auslösen. Wir haben diese Sammlung behutsam und sorgfältig zusammengestellt, sodass wir Ihnen und Ihren Kindern aus den wichtigen Bereichen der russischen Epik wie „Hexenmärchen“, „Tiermärchen“, „Wintermärchen“ und „Prinzessinnen und Helden“ nur das Beste präsentieren können. Tauchen Sie ein in die russische Märchenwelt und zeigen Sie Ihren Kindern eine wunderschöne Alternative zu den Märchen der Gebrüder Grimm.

Übrigens: Kinder können eine eindrucksvolle Märchenwelt nicht nur im Märchenbuch erleben, sondern auch im realen Leben. Oftmals gestalten Vereine, Verbände, Organisationen, Kindertreffs, Hotels, etc. großartige Märchenwelten mit allerlei Märchenfiguren: Ganz egal, ob ein Hotel in Hinterglemm, ein Treff der Kinderfreunde, ein allgemeiner Kinderverband oder ein Kindergarten - Märchenwelten sind eine tolle Möglichkeit, um Kinder in die "Heimat" von Feen, Prinzessinnen, Königen und vielem mehr zu entführen!" /> Väterchen Frost - Russische Märchen - Baba Jaga Väterchen Frost Schneeflöckchen
Märchen und Erzählungen aus aller Welt
Väterchen Frost
Es war einmal vor langer Zeit in einem weit entfernten Land ein Mann mit seiner Frau. Beide waren bereits zuvor verheiratet gewesen, doch ihre früheren Eheleute waren gestorben und so hatten sie wieder geheiratet. Beide hatten aus ihrer früheren Ehe je eine Tochter. Die Tochter der Frau war böse und gemein, während die Tochter des Mannes lieb und sanft war. Die Frau liebte nur ihre eigene Tochter und ließ ihre Stieftochter den ganzen Tag hart arbeiten. Das Mädchen musste das ganze Haus alleine putzen und wurde von der Stiefmutter oft geschlagen. Doch dennoch hasste die Frau die Tochter des Mannes von Tag zu Tag mehr.

Eines Tages, mitten in einem harten, kalten Winter, beschloss die Stiefmutter, dass das arme Mädchen in den tiefen Wald gebracht und sich selbst überlassen werden sollte. Der Vater des Mädchen wollte das natürlich nicht, doch seine Frau war so boshaft und herrisch, dass er mittlerweile Angst vor ihr hatte, seine Tochter tatsächlich mit in den Wald nahm und sie dort alleine ließ.

Einsam und verlassen saß das Mädchen nun unter einem Baum. Doch schon nach kurzer Zeit hörte sie ein Knacken von Zweigen und kurz darauf eine Stimme, die sprach: „Frierst Du, liebes Kind?“ Das Mädchen erkannte die Stimme als die von Väterchen Frost und antwortete: „Nein, Väterchen Frost. Mir ist nicht kalt.“ Da fragte er sie nochmals und noch mal und kam näher und näher zu dem Kind. Das Mädchen antwortete jedes Mal, dass ihr warm sei, doch das arme Kind dauerte dem Väterchen so sehr, dass er es in einen weichen, prächtigen Mantel wickelte, die ganze Nacht wärmte und es am Morgen mit Geschenken überhäufte.

Dem Vater bedauerte seine böse Tat inzwischen und kam am nächsten Tag in den Wald zurück, um seine Tochter zu retten und freute sich sehr, als er sie nicht nur lebendig, sondern auch warm bekleidet und mit großen Reichtümern beladen fand. Beide kehrten nach Hause zurück. Als sie wieder da waren und die Stiefmutter die Reichtümer des Mädchens sah, wollte sie sofort, dass auch ihre eigene Tochter in den Wald gebracht und dort eine Nacht verbringen solle. Natürlich hoffte sie, dass auch ihre Tochter reich beschenkt zurückkommen würde.

Also ging der Mann in den Wald und ließ die Tochter der Frau dort zurück. Doch als er sie am nächsten Morgen holen wollte, erschrak er. Nicht beladen mit Reichtum, sondern kalt gefroren war der Leib des bösen Mädchens. Er brachte ihren Leichnam der bösen Frau zurück, nahm seine eigene Tochter bei der Hand und zog von der bösen Stiefmutter für immer fort. Und wenn er und das Mädchen nicht gestorben sind, so leben sie noch heute.

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